P R O J E K T E
   
  Kindererholung in Nadeshda 2014
 

 

Es ist gut, dass es „Hoffnung“ gibt.

Das Kinderrehabilitationszentrum „Hoffnung“ (rus. Nadezhda) ist ein gemeinsames belarussisch-deutsches Projekt, dessen Ziel es ist, die Rehabilitation der Kinder aus dem Tschernobyl-Gebiet sowie die Entwicklung jedes einzelnen Kindes als Persönlichkeit und als ein verantwortliches Mitglied der Gesellschaft zu fördern.

Die Kinder und ihre Begleitpersonen waren im Kinderrehabilitationszentrum „Hoffnung“ vom 20.03.2014 bis 12.04.2014. Die Gruppe bestand aus 11 behinderten Kindern und aus 11 Kinder, die keine Gesundheitsprobleme hatten und von den Lehrern und Eltern begleitet wurden und einer neuen Gruppe von jungen Leuten über 18 Jahren mit den Begleitpersonen. Die Ziele des Aufenthalts im Rehabilitationszentrum waren: Gesundung, Behandlung, Besuch verschiedener Zirkel, Unterhaltungs- und Sportveranstaltungen, Ausflüge sowie Integration der Kinder ins Alltagsleben. Die Eröffnung der Saison begann mit dem herzlichen Empfang von allen Mitarbeitern mit dem Lied „Das Haus“ (rus. dom), das zur Hymne des Zentrums geworden ist.

       
   

Die ganze Erziehungsarbeit während des Aufenthalts im Zentrum war auf die Gestaltung der gesunden Lebensweise gerichtet. Mit großem Vergnügen nahmen die Kinder an den Veranstaltungen teil und belegten die erste Plätze. Die Vielfalt der Kinderspielplätze, Kletterwände, Rutschen, das Minigolffeld mit dem künstlichen Rasen, Fahrradstation, Trampolin, Lauben usw. Eine große Aufmerksamkeit schenkte man im Zentrum der Kindererholung, die Vielfalt der Heilverfahren bereitete Freude: Handmassage, Unterwasserstrahlmassage, Hydromassage, Luftsprudelbad, Sauna, Aromatherapie, Inhalationen, Magnetfeldtherapie, Speleotherapie, Pflanzenheilkunde, Elektrotherapie u.a. Durch die Vielfalt der Heilverfahren konnten die Kinder mit verschiedenen Krankheiten gesund werden. Die Kinder nahmen mit Vergnügen an allen Prozeduren teil. Sie wurden von Mitarbeitern des Zentrums immer mit einem Lächeln und einem zärtlichen Wort empfangen, was eine Atmosphäre der Gemütlichkeit schuf.

       
   

Eine große Aufmerksamkeit schenkte man im Zentrum ebenso dem Lernprozess. Der Lehrkörper hatte eine große Erfahrung. Die Stunden waren interessant und abwechslungsreich organisiert. Man benutzte Einzel- und Gruppenarbeit, je nach den persönlichen Bedürfnissen der Kinder.

Die Kinderernährung spielte ebenso eine große Rolle. Die Kinder bekamen das Essen sechs Mal am Tag. Verschiedene Vitaminkomplexe, Obst, Gemüsesalate, Säfte. Das Essen wurde in Dampfbehältern zubereitet, was zur Verbesserung des Verdauungssystems beitrug.

       
   

Das Kinderrehabilitationszentrum „Hoffnung“ befindet sich in einem Nadelwald, nicht weit von einem Stausee. Die malerische Gegend und das schöne Wetter begünstigten die Kindererholung. Die Kinder verbrachten viel Zeit an der frischen Luft, weit vom Computer und Fernseher. Freundschaftliche Beziehungen in den Gruppen basierten auf gegenseitigem Verständnis, gegenseitiger Hilfe und gegenseitiger Unterstützung. Laut den Äußerungen der Kinder würden sie gerne in dieses gemütliche Haus zurückkehren.

       
    Es sind noch paar Wörter über eine besondere Gruppe behinderter Jugendlichen zu sagen, die ins Zentrum ohne Eltern (nur mit Begleitpersonen) gekommen sind. Die jungen Leute wohnten zum ersten Mal selbständig, wählten sich selbst die Beschäftigung aus (Malen, Keramik, Glasperlen usw.), nahmen an verschiedenen Prozeduren teil, was ihre Gesundheit verbesserte. Sie bekamen die Fertigkeiten des selbständigen Lebens und der Kommunikation, fanden neue Freunde, machten Picknick, besuchten bei einem Ausflug die Stadt Vilejka und waren bei einem Psychologen. Sie erhielten besondere Eindrücke vom Diskobesuch, einige von ihnen waren auf der Disko zum ersten Mal. Die Zeit war bis auf die Minuten durchgeplant, aber sie konnten sich noch zusätzlich beschäftigen, sie bastelten Souvenirpuppen im Projekt „Wir können“, die von der Agenturvereinigung der örtlichen Demokratie finanziert wird.
     

Diese Projekte werden von dem deutschen Verein „Kinder von Shitkowitschi – Leben nach Tschernobyl“ finanziert. Im Laufe von vier Jahren kooperieren der Vorsitzende und der Stellvertreter des Vereins „Kinder von Shitkowitschi – Leben nach Tschernobyl“ – Stefan Hanisch und Werner Bossert, der Wohlfahrtsverein von Shitkowitschi „Barmherzigkeit“ unter der Leitung von L. Anoshko, die Abteilung für Bildung, Sport und Tourismus des Exekutivkomitees des Bezirks Shitkowitschi (Vorsitzender – A. Emeljanov), die Primärorganisation des Gesellschaftsverbandes „Belarussische Assoziation der Hilfe behinderten Kindern“ (Vorsitzender – E. Strach). Wir wünschen ihnen neue Ideen, erfolgreiche Zusammenarbeit und gute Gesundheit.

Dies ist ein Bericht der Begleitpersonen E. Strach und T. Rogolevich

       
 

Interessierte Leser können hier den Abschlussbericht des Sanatoriums einsehen.

 

(Namen sind von der Redaktion verändert)

 
       
 

 

Ein Bericht aus der "Neue Polessie", Shitkowitschi

 

       
      Aktualisiert am: 19.10.2014